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Astrogruppe auf Achse

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Am Dienstag, den 16. Januar 2018 haben sich elf Mitglieder der Astrogruppe auf den Weg in die Provinzhauptstadt Bozen gemacht, um dort im Hause der Eurac  das Wissenschaftskabarett "Das Universum ist eine Scheißgegend"  zu genießen.   Der  Astronom Dr. Florian Freistetter, der Molekularbiologe Prof. Dr. Helmut Jungwirth sowie der preisgekrönte Kabarettist Martin Puntigam informierten auf unterhaltsame Weise zwei Stunden lang über so wichtige Themen wie: "Wie macht man Bier hochprozentiger?",  "Warum sollte man den Ehering abstreifen, ehe man sich flüssigen Stickstoff über die Hand gießt?",  "Wozu Pinguinexkremente sonst noch gut sind!" oder  "Wie schafft man es, dass Erde und Mars ihre Plätze tauschen?".   Lachhafte Lehren und lehrhafte Lacher waren garantiert! Im Anschluss an die zweistündige Show gab's noch eine Bierverkostung, wenn auch in homöpathischer Dosierungen, nur die mittels flüssigem Stickstoff gezauberte Salz...

Spätschicht im Observatorium

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Die länger und länger werdenden Herbstnächte werden von unserer Astronomiegruppe in den meisten Fällen photometrisch genutzt. Die Photometrie, also die Messung der Lichtmenge von variablen Sternen oder Exoplanetentransits ist unser Steckenpferd, da kennen wir uns aus! Ist das Setup erst mal aufgebaut und angeworfen, arbeiten Montierung, Teleskop, Kamera und Rechner weitgehend einträchtig und eigenständig und unser Eingreifen ist im (leider allzu seltenen) Idealfall nur bei der Durchführung des Meridianflips nötig. Läuft es weniger glatt, muss schon mal eine plötzlich abbrechende Verbindung zur CCD-Kamera  hastig geflickt werden (tritt vorzugsweise immer zum heikelsten Zeitpunkt der Lichtkurve auf) oder die Korrekturplatte der Teleskopoptik von Tau oder gar von Eis freigeföhnt werden. Unerfreulich unterhaltsam ist es auch, wenn alle Sterne klangheimlich aus dem Bild zu driften beginnen, weil in der Kälte bockig gewordene Kabel am Teleskop zerren oder, auch ein kurzweiliger Klassik...

Nachthimmelshelligkeit an unserem Beobachtungsposten

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Im heurigen Schuljahr hat die Astrogruppe bis dato 16 Beobachtungen im Observatorium der Schule absolviert. Die meiste Beobachtungszeit wurde wieder in unser Langzeitprojekt "CY Aquarii" investiert und der Ertrag von 13 aufgezeichneten Maxima dieses variablen Sterns lässt sich sehen. Aber auch die Spektroskopie des Sterns VV Cephei kam dieses mal als beachtlicher Brocken dazu. Andere Ziele waren Uranus und seine Monde, der nahe Doppelstern 61 Cygni, die Zwergnova IP Pegasi und ein paar Asteroiden. Seit dem Jahr 2012 muss unsere Gruppe ihre Beobachtungen glücklicherweise nicht mehr vom lichtverschmutzten Standort in der Schulzone aus machen, sondern hat abseits der Stadt auf 1600 m Meereshöhe ein ideales, weil finsteres Quartier gefunden. Die Helligkeit des Nachthimmels wird dort regelmäßig von uns mit einem sogenannten "Sky Quality Meter" (SQM) gemessen und protokolliert. In den folgenden Diagrammen werden einige der heurigen Messreihen vorgestellt. Auf der x-Ac...

Wie wir (fast und ein Jahr zu spät) eine Nova entdeckt hätten...

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Eigentlich hatte die Astrogruppe nach der intensiven und nervenaufreibenden Suche nach der Nova M31N 2008-12a im vergangenen Schuljahr 2016/17 (siehe den ausführlichen Bericht auf unserer Homepage) die Schnauze voll von sich zierenden, extragalaktischen Explosionen. Als aber David Gruber vom Planetarium Gummer den Link auf das Astronomer's Telegramm 10955 auf der Facebookseite der Astrogruppe zusammen mit dem Kommentar 'Zur Zeit gibt es eine 16-mag-Nova in M31 zu sehen!" postete, war die Entscheidung keine schwierige... Maximilian Komar aus der 2eR reagierte als erster auf meinen Aufruf in unserer Astro-Whatsapp-Gruppe und erklärte, den Kampf mit der Nova aufnehmen zu wollen. Nach einigem Hin und Her fiel die "Wahl der Waffen" schließlich auf T7 , einem in Spanien residierenden Teleskop des Netzwerks itelescope . Noch in derselben Nacht entstanden zehn einminütige Aufnahmen. Das Ergebnis ist nachstehend zu sehen. Im Bild: Die Andromedagalaxie M31 mit der...

Zweimal Treffer, einmal Pampa...

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Im laufenden Schuljahr hat sich die Astrogruppe mehr als gewohnt den Asteroiden unseres Sonnensystems gewidmet. Angespornt durch die gelungene Beobachtung des Asteroiden 145962 Lacchini (1999 YH5) am 15. Februar 2017 ( hier  nachzulesen) haben wir uns gleich zu Beginn des Jahres 3122 Florence (1981 ET3) vorgeknöpft. Der zum Erdvorbeiflug von Florence losgetretene Hype in den Medien war zwar übertrieben, doch war es zugegeben doch ein schöner 5-km-Brocken der in "nur" sieben Mondentfernungen an der Erde vorbeizog. In diesem Bild sieht man die kurze Spur, die Florence im Sternengewimmel der Konstellation Füchschen gezogen hat. Das Bild ist eine Summe von 40 einminütigen Aufnahmen durch den 6"-f/6.7-Refraktor des Observatoriums "torretta" in Bruneck. Aufnahmekamera war eine ST-10XME. Mehr Informationen zu dieser Beobachtung gibt's  hier . Dann wurden wir etwas übermütig... 🙈 Am Abend des 11. Oktobers 2017 wollten wir das nur ca. 20 m gr...

Astrolog - die Vierte!

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Bereits seit Beginn unserer "ernsthaften" Beobachtungstätigkeit führte die Astrogruppe ein Logbuch! Was anfangs jedoch nicht mehr als eine vierspaltige Tabelle mit einigen mageren Infos auf unserer Website war (siehe unten stehenden Screenshot), begann spätestens nach unserer Teilnahme am Workshop "From school to science" in Belgien im Jahr 2012 zu wachsen! In Blankenberge, an der belgischen Nordseeküste, führte uns Prof. Christiaan Sterken die Wichtigkeit des systematischen und gewissenhaften Aufzeichnens sämtlicher beobachtungsrelevanten Details vor Augen. Nur so könne nach Jahren oder gar Jahrzehnten die Güte und Aussagekraft von Beobachtungsmaterial noch bewertet werden. Gerade in der Astronomie, wo selbst schnelle Vorgänge gerne Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte in Anspruch nehmen, ist man stets über belastbare Daten aus der Vergangenheit froh. So wurde unsere spartanische Tabelle im Schuljahr 2012/13 eingemottet und vom damaligen Astrogruppenmitglied Ti...

Beobachtung von VV Cephei am 17. September

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Am letzten Mittwoch hat sich die Astrogruppe erneut VV Cephei vorgeknöpft. Es war dies die siebte Beobachtung dieses mit freiem Auge gerade eben sichtbaren Sterns und langsam haben wir den Bogen raus... Aber vielleicht muss ich etwas ausholen: Vor mehr als zwei Jahren hat sich die Physik-Fachgruppe unsere Schule einen Spektrographen zugelegt und auf meine Anregung hin ist es einer geworden, welcher auch für Astrozwecke taugt. Damit können wir das Licht, das uns von den Sternen erreicht, in die verschiedenen Farbkomponenten zerlegen und damit im Detail untersuchen. Der DADOS der Firma Baader ist ein Gitterspektrograf mit austauschbarem Reflexionsgitter (200, 900 bzw. 1200 Linien/mm), sodass man diverse Auflösungen im aufgenommenen Spektrum erzielen kann. Im nachstehenden Bild ist der Spektrograph am Sekundärfokus unseres zehnzölligen Meade LX200 montiert. Gehalten wird das etwa 2 kg schwere Setup von einer Baader Click-lock-Klemme (ganz oben). Auf der rechten Seite sieht man ...